Markus Goessi – Performer and Visual Artist


Markus Goessi wurde in der Ostschweiz geboren, als Sohn einer gelähmten, feministischen Mutter und eines sozialdemokratischen Fabrikarbeiters. Zuerst machte er eine Augenoptiker-Lehre und lebte eine ganze Zeit lang bürgerlich als Augenoptiker in der Zentralschweiz, machte gerne Reisen, tanzte, fotografierte und malte.

Erst mit über 30 Jahren und dem Besuch einer freien Schule für Gestaltung und Kunst in Luzern kam der endgültige Entscheid, Kunst zu machen. Vor und während dem Kunststudium an der FHBB HGK in Basel besuchte er verschiedenen Performance-Workshops.

Besonders reichhaltig waren die Workshops von Monika Günther. Aber auch seine Dozentin Muda Mathis hatte während des Studiums grossen Einfluss auf seine Arbeit. Da die Kunstakademien in der Schweiz sehr gut vernetzt waren, konnte er von unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern lernen und profitieren. So waren die Workshops von Stelarc, Monica Klingler, Esther Ferrer, Yan Duyvendak sehr prägend.

Heute arbeitet und lebt Markus Goessi in Basel.

Die Körperpräsenz nebst einfachsten Materialien aus dem Alltag faszinierten ihn von Anfang an. Lebensmittel und Verpackung waren lange beliebte Arbeitsmaterialien, die sowohl performativ als auch installativ verwendet wurden. 2005 gewann er den Performancepreis des Kunstkredits Basel. Weitere Einladungen in der Schweiz, Europa, Chile, China, Indien und Mexiko folgten. Einige Zeit war er für die Performance-Reihe im Kaskadenkondensator in Basel mitverantwortlich und untersuchte unter anderem das Tanzen aus der Sicht eines Performers.

Die wichtigsten Stationen auf seiner Festivalreise waren: International Performance Art Festival Giswil, «BONE» Performance Festival Bern, «Der längste Tag» Performance Festival Zürich, Primera Bienal de Performance «DEFORMES» Santiago de Chile, Performance Festival «Navinki» Minsk Weissrussland, 10th «OPEN» Performance Art Festival Peking, International Performance Festival «MOMENTUM» Brüssel Belgien, «Live ART 2011» Bangalore Indien, Performancefestival «Interval°8» Essen, «EXTRA!» Festival Internacional de Performance Ciudad de México.


In Bewegung

Die Verformung, die Umwandlung und Verwandlung, das Selfie. Goessi mag es, zwischen den Dingen zu stehen, als Bild besonders. Er mag es, Unschärfe herzustellen. Er mag es ganz real und romantisch. Was ist kein Mann. Durch die eigene Biografie hindurch zielend und genährt. Mit Sorgfalt der Verschwendung frönend. Und immer wieder das Foto durchsuchend: als Erinnerung, als Notiz, als Skizze als Plan. Immer und immer wieder die Spiegelung.

Närrisch, manchmal erhaben, oder beides. Manchmal politisch und manchmal ironisch.

Drehend,

gekleidet oder des Kaisers neue Kleider,

zwischen einer Momentaufnahme und dem Fliessen Lassen.

Er tut, was die Physik ihm vorgibt.

Das Absurde welches die Macht wandelt...